Podcast “Aus der Bibliothekswissenschaft”, #09: Forecasting in Bibliotheken, Soziologie des Bibliothekspersonals in Frankreich 1984

Die neunte Ausgabe des Podcast “Aus der Bibliothekswissenschaft” beschäftigt sich mit zwei sehr unterschiedlichen Studien. In der ersten geht es um die Frage, wie Bibliotheken eigentlich über ihre Zukunft nachdenken. Welche Themen werden angesprochen und welche Aussagen werden gemacht? Aber auch: Mit welchen Methoden werden diese Aussagen generiert? Was ist die Basis dieser Aussagen? Zu lernen ist hierbei unter anderem, dass der eine Konsens unter all denen, die über die Zukunft der Bibliotheken nachdenken, darin einig sind, dass diese nicht untergehen werden.

Die zweite Studie ist schon aus den 1980er Jahren und wird vor allem besprochen, um zu zeigen, was möglich wäre, wenn es für solche Forschung auch eine Finanzierung gäbe. Die Studie ist eine soziologische Analyse des Bibliothekspersonals in Frankreich am Anfang der 1980er Jahre. Es ist ein faszinierender Blick auf den Einfluss des sozialen Hintergrundes des Bibliothekspersonals und seiner Vorstellungen davon, was die Aufgabe von Bibliotheken ist. Ein interessanter, und auch für heute interessanter Fakt, ist, dass die Demokratisierung des Bibliothekswesens in Frankreich – die Ausweitung von Bibliotheken über die grossen Städte hinaus und gleichzeitig das Aufkommen von Bibliotheksarbeit, die einen Fokus auf den Zugang für alle legte – damit einherging, dass mehr Personen aus der Mittelklasse und den “populären Klassen” in das Bibliothekswesen einstiegen.


Besprochen werden:

  • Schuldt, Karsten (2022). Forecasting in Bibliotheken: Welche Methoden nutzen Bibliotheken, um ihre Zukunft zu verstehen? Welche Themen interessieren sie?. [Berichte des Bureau für Bibliothekswissenschaft; 02], https://bureau-fuer-bibliothekswissenschaft.de/?p=177
  • Seibel, Bernadette (1988). Au nom du Livre: Analyse sociale d’une profession : les bibliothécaires. Paris: La Documentation Française, 1988

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